Der Namenspatron

Abū Nasr Muhammad al-Fārābī war ein islamischer Philosoph und Gelehrter aus Zentralasien, der im 9. und 10. Jahrhundert in der Gegend der heutigen Länder Afghanistan, Kasachstan und Syrien lebte und wirkte. Er war ein Kenner der antiken griechischen Philosophie, insbesondere der Werke Platons und Aristoteles‘, und wird daher auch ‚der zweite Aristoteles‘ genannt. Er beschäftigte sich neben Logik, Ethik, Politik, Mathematik und Philosophie auch mit Musik. Von ihm stammen mehrere musikwissenschaftliche Schriften, etwa zur Klassifikation der Rhythmen, und ‚Das große Buch der Musik‘, ein Grundlagenwerk der irano-arabo-türkischen Musiksystematik und -theorie. Er spielte selbst die Oud.

Mit seinem Wirken steht er somit für eine Verknüpfung des kulturellen Erbes Europas und Asiens. Mit dieser Haltung und seinem ausgeprägten Faible für Musik ist er ein idealer Namenspatron für die Musikakademie.